FAQ

  • 1.Philosophie

    In der Kita Nonnenweg stellen wir Ihr Kind in den Mittelpunkt, da deren Wohl für uns prioritär ist. Die kindlichen Bedürfnisse werden berücksichtigt und respektiert. Sie erfahren bei uns liebevolle Zuwendung und Freundlichkeit. Den Kindern das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln sowie einen respektvollen Umgang mit Ihnen und im Team zu pflegen, ist für unsere Arbeit unerlässlich. Ein abwechslungsreiches und ausgeglichenes Angebot zu schaffen von freiem Spiel, gezielten Förderaktivitäten, kreativen Entfaltungen und Bewegungserfahrungen, ist uns ein elementares Anliegen. Ebenso tragen Ruhe- und Entspannungsmöglichkeiten zu einer erfolgreichen, entwicklungsfördernden Erziehung bei. Im Leben ihrer Kinder leistet die Kita einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Ausbildung ihrer sozialen Kompetenzen. Unser pädagogisch ausgebildetes Personal ist sich bewusst, dass es im Alltag bezüglich Betreuung, Bildung und Erziehung, stets als Vorbildfunktion handelt sowie in erzieherischer Verantwortung steht.

  • 2.Menschenbild

    Die Betreuungsarbeit in der Kita Nonnenweg wird stark vom humanistischen Menschenbild geprägt, das jeden Menschen als eine einzigartige und wertvolle Persönlichkeit sieht und die Verschiedenartigkeit aller respektiert. Der Mensch wird in seiner Ganzheit wahrgenommen, geachtet und gefördert. Der Mensch wird als Wesen angesehen, das auf Wachstum und Entwicklung angelegt und zu Veränderung und Problemlösung fähig ist. Der Mensch ist ein Beziehungswesen und darauf angewiesen. Er wirkt auf seine Umgebung, in die er eingebunden ist und diese auf ihn.

    Daraus leitet sich folgendes für unsere pädagogische Arbeit ab:

    ·Die Würde des Kindes ist ungeachtet seiner Herkunft, Hautfarbe, seines Geschlechts und seiner Leistungen unantastbar.

    ·Die einzigartige Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes, dessen Individualität und Ganzheit wird respektiert und gefördert; sie steht im Vordergrund unserer pädagogischen Arbeit.

    ·Das natürliche Streben nach Selbstverwirklichung, Wachstum und Selbstbestimmung der Kinder wird unterstützt. Das Kind hat die Fähigkeit sich zu bilden und zu entwickeln und hat das Recht seine Talente, Potentiale, Kräfte und Kompetenzen zu entfalten und zu vervollkommnen. Das Kind soll sich bei uns nach seinen eigenen Möglichkeiten und Grenzen verwirklichen können.

    ·Die Gefühle des Kindes gilt es zu erkennen und zu respektieren.

    ·Die Erlebens- und Verhaltensweisen, sowie alle Aktivitäten des Kindes sind auf ein Ziel ausgerichtet. Sie sind sinn- und zweckvoll und müssen geachtet wie auch gefördert werden.

    ·In unserer Kita wird eine Atmosphäre geschaffen, in der das Kind sich wohl und geborgen fühlt, sich frei entfalten kann und sich in seiner einzigartigen Persönlichkeit angenommen und respektiert fühlt.

    ·Die partizipative Grundhaltung, wird im Alltag bewusst und aktiv gelebt.

  • 3.Erziehungsklima & pädagogische Grundsätze

    Das Erziehungsklima ist geprägt durch Offenheit, Toleranz und Verständnis. Wir sehen unseren Auftrag nicht als Erziehungsersatz, sondern als ergänzenden Beitrag zur elterlichen Erziehung. Die Kita Nonnenweg pflegt den demokratischen und autoritativen Erziehungsstil und ist stetig um eine angenehme Atmosphäre bemüht. Sie schafft Vertrauen zwischen Eltern, Erziehenden und Kindern und vermittelt ein Gefühl von Harmonie, Wohlbefinden und Sicherheit.

    Eine Mischung aus abwechslungsreicher und individueller Förderung, genügend Freiräumen sowie die Ermöglichung von ausreichend Ruhe- und Bewegungsphasen, prägen unseren Kitaalltag. Die Kinder werden in ihrer Selbsteinschätzung und Autonomie unterstützt und gefördert. Die pädagogische Arbeit orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen, Ressourcen, und dem Entwicklungsstand der Kinder. Sie richtet sich nach deren subjektiven Entwicklungsbedingungen. Die kindlichen persönlichen Grenzen werden ernst genommen und gewahrt. Wir sorgen für ausgeglichene und gelingende Entwicklungsbedingungen aller Kompetenzbereiche; die körperlichen, geistigen und seelischen Aspekte werden berücksichtigt und geachtet. Partizipation ist uns ein grosses Anliegen in der täglichen Betreuungsarbeit, weshalb wir die Ansichten, Meinungen und Wünsche der Kinder wertschätzen und wenn immer möglich mit einbeziehen.

  • 4.Förderung

    In der Kita Nonnenweg ist es uns ein bedeutsames Anliegen, die ganzheitliche Förderung der kindlichen Entwicklung zu berücksichtigen. Anhand unserer Beobachtungen sind wir in der Lage, den individuellen Stand der Kinder einzuschätzen und können sie ihrer Entwicklung entsprechend begleiten und unterstützen. Es ist uns wichtig, dem subjektiven Bedürfnis nach Zuwendung und Geborgenheit der Kinder nachzukommen.

  • 4.1 Grundsätzliche Aspekte der Förderung

    4.1.1 Seelische Aspekte

    Die Emotionen der Kinder werden bei uns ernst genommen. Wir gehen auf die individuellen Gefühle der Kinder situativ ein und ermöglichen ihnen Raum, diese auszuleben. Die Erzieherin nimmt sich Zeit, um den Kindern zuzuhören, mitzulachen und den individuellen Bedürfnissen nach Nähe gerecht zu werden.

  • 4.1.2 Geistige Aspekte

    Durch das Erzählen von Geschichten, durch Rollenspiele, Rhythmik, Singen oder dem Austragen von Konflikten, wird die Sprache und das Ausdrucksvermögen der Kinder gefördert. Durch Spiele, Basteln, Kochen, Freies Spiel oder auf Ausflügen, fördern wir ihre Fein- und Grobmotorik und regen ihre Phantasie sowie Kreativität an. Das Spielen unterstützt und fördert ihre Erlebnis-, Denk- und Wahrnehmungsfähigkeiten, die Willensbildung als auch die innere Anteilnahme.

  • 4.1.3 Körperliche Aspekte

    Auf die körperlichen Grundbedürfnisse der Kinder wird altersentsprechend eingegangen. Wir achten auf gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Der Tagesablauf ist geprägt von Ritualen, welche den Kindern als Orientierung dienen und ihnen Sicherheit geben. Die Kinder sollen und dürfen sich ausreichend bewegen, was ihre Beweglichkeit, Koordination und Hirnentwicklung fördert.

  • 4.1.4 Soziale Aspekte

    In der Gemeinschaft lernt das Kind, sich in der Gruppe zurecht zu finden und Kontakt zu Gleichaltrigen zu knüpfen. Es erhält die Möglichkeit, unterschiedliche Kulturen und Lebensgewohnheiten kennenzulernen. Den Kindern Toleranz und einen respektvollen Umgang mit anderen Menschen und Lebewesen vorzuleben, ist uns ein hohes Anliegen.

  • 4.2 Kompetenzen

    4.2.1 Selbstkompetenz

    ·Sich selbst und seine Umwelt wahrnehmen und akzeptieren

    ·Seine Gefühle ausdrücken

    ·Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen aufbauen und stärken, durch Förderung und Erfahrung der eigenen Kompetenzen

    ·Selbständigkeit fördern durch Ausprobieren lassen und Lösen altersentsprechender Aufgaben

    ·Verantwortung für eigenes Handeln übernehmen

    ·Konstruktiv und kreativ mit Problemen/Spannungen umgehen

  • 4.2.2 Sozialkompetenz:

    ·Sozialisierung und Integration in eine Gemeinschaft

    ·Beziehungen aufbauen (zu anderen Kindern und Erziehenden) und diese aktiv mitgestalten

    ·Konfliktsituationen gewaltfrei lösen

    ·Empathieentwicklung

    ·Die Notwendigkeit von Regeln, Strukturen und Grenzen erkennen und einhalten

  • 4.2.3 Sachkompetenz:

    ·Förderung von kognitiven Fähigkeiten

    ·Förderung der Wahrnehmung

    ·Ausbilden und Einüben von Fertigkeiten

    ·Natur erfahren und kennen lernen – Beziehung zur Umwelt aufbauen

    ·Interesse an der Umwelt wecken

    ·Fördern einer neugierigen, lernfreudigen Haltung

  • 4.3 Spracherwerb – Sprachförderung

    Das Lernen von kleinen Kindern ist ein ganzheitlicher Prozess. Das Erlernen der Sprache ist ein bedeutsamer Teil der kindlichen Gesamtentwicklung. Leistungen in der Sprache, im Denken, der Wahrnehmung und der Motorik, begleiten die Entwicklung jedes Kindes und sind miteinander verknüpft.

    Die Sprache wird durch und mit Personen gelernt. Die Kinder lernen sprechen, weil mit ihnen gesprochen wird. Für den Spracherwerb benötigt es Worte die Dinge benennen, die sich in Sätze reihen und damit Äusserungen verständlich werden lassen. Die Sprache wird zur Verbindung oder zur stabilen Bindung respektive Beziehung zu Personen, Dingen und der gesamten Welt. Die Sprache ist ein wesentlicher Teil der Integration von Kindern in unsere Kultur.

  • 4.3.1 Eignung in Kitas – Fachpersonen

    Kitas gehören zu den Institutionen, in denen kleinere und grössere, altersgleiche und altersgemischte Kindergruppen unter Gesichtspunkten der «Frühen Bildung» betreut werden, weshalb sie sich im besonderen Masse für die frühe Sprachförderung eignen. Im Zentrum steht die Kommunikation mit dem Kind und eine alltagsorientierte, lustvolle Umsetzung der Sprachförderung.

    Die Sprache von Fachpersonen hat einen klaren Vorbildcharakter. Der Sprachgebrauch in ihrem Alltag ist von grosser Wichtigkeit und es benötigt eine Vielfalt von Kommunikation, welche durch sprachliche Äusserungen begleitet stattfindet. Sprachförderung braucht ein möglichst breites Angebot an verschiedenen Situationen. Schwerpunkt stellt die alltagsorientierte Sprachförderung dar, weshalb auch gezielte Sprachförderangebote auf den Alltagsablauf der Kita auszurichten sind.

    Unsere stellvertretende Kitaleitung/pädagogische Leitung verfügt seit vielen Jahren über das Zertifikat «Fachperson Frühe Sprachförderung Deutsch», des Lehrgangs «Frühe sprachliche Förderung – Schwerpunkt Deutsch». Ihre Kenntnisse fliessen im direkten Kontakt mit den Kindern in ihre pädagogische Arbeit ein. Der Kitaalltag wird dem entsprechend gestaltet und das Kitapersonal für ihre Aufgabe in diesem Bereich sensibilisiert.

    Dem Personal ist es bekannt, dass Kinder die Bedeutung von Begriffen oder Sätzen nur in der direkten Anwendung kennen lernen. Sie wissen, dass sich ihnen die Bedeutung aus dem Erleben des Ablaufs und der Wiederholung erschliesst. Wir vermitteln unseren Fachpersonen, dass es im Alltag wichtig ist, genügend Situationen mit vielen Wiederholungen zu gestalten, wie die Begrüssungen, Abschiede oder beispielsweise der Hygienesituationen (Zähneputzen, Händewaschen etc.). Redewendungen und Sätze müssen wiederholt werden, da sie auch einen Ablauf oder zeitlich bedingte Strukturen kennzeichnen. Des Weiteren ist es für den kindlichen Spracherwerb wichtig, dass Fachpersonen:

    ·Gleichbleibende und dem Sprachniveau angepasste Sätze einsetzen

    ·Fragen stellen

    ·Klare Anweisungen geben, die sie evtl. mit Gesten unterstützen

    ·Gemeinsame Spiele spielen (z.B. Gesellschaftsspiele)

    ·Auf Wunsch/Aufforderung in Rollenspielen mitspielen

    ·Dinge erklären und Materialien und Dinge benennen

    ·Anregen und Impulse zum Sprechen geben

    ·Aufmerksam zuhören und verstehen

    ·Rätsel und Nonsenswörter erfinden und anregen

    ·Klare Anweisungen geben (keine Kollektivfragen etc.)

    ·Sprachregeln entwickeln, erklären und Signale vereinbaren (Kinder direkt ansprechen, keine allgemeinen Aussagen machen)

    ·Die Stimme modulieren und gestalten (z.B. beim Geschichten erzählen)

    ·Zuhören und verstehen

    ·Anweisungen geben

    ·Handlungen und ganze Handlungsketten kommentieren (für Kinder, die noch wenig Deutsch verstehen, sind diese sprachlichen Handlungskommentare sehr wichtig)

    ·Handlungen durchführen und gleichzeitig zur Nachahmung auffordern.

    ·Benennen, beschreiben, berichten

    ·Mit ihnen singen & Verse bilden

    ·Bücher/Geschichten erzählen mit und ohne Bilder (der Zugang zu Bilderbüchern, Versen und Liedern ist eine wichtige Vorbereitung für das spätere Erlernen des Schreibens und Lesens)

  • 4.3.2 Zusammenarbeit mit allen Beteiligten

    Wenn es um die Entwicklungsförderung geht, ist die Zusammenarbeit und ein regelmässiger Austausch aller in Bezug zum Kind stehenden Personen, sehr wichtig. Eindrücke müssen ausgetauscht und Inhalte gemeinsam abgestimmt werden. Auch in Bezug auf die sprachliche Förderung ist die Kooperation mit den Eltern durch Gespräche und/oder Einblick in Aktivitäten der Institution zu fördern. Auf Wunsch der Eltern, können die Leitungspersonen, die Erziehungsberechtigten mit Beispielen unterstützen, die sich auch für die Nutzung im Alltag zu Hause eignen.

  • 5 Gruppenzusammenstellung

    Unsere Kita bietet Platz für insgesamt drei Gruppen. Zudem stellen wir ein internes Mittagstischangebot für Schulkinder zur Verfügung. Die Gruppen sind wie folgt aufgeteilt:

    ·Gruppe Wolken – „Wolke“

    9 Betreuungsplätze pro Tag – Kinder ab 3 Monaten bis ca. 2 Jahren

    ·Gruppe Sonnen – „Sunne“

    13 Betreuungsplätze pro Tag – Kinder ab ca. 2 Jahren bis und mit Primarschulalter

    ·Gruppe Sternen – „Stärne“

    13 Betreuungsplätze pro Tag – Kinder ab ca. 2 Jahren bis und mit Primarschulalter

    ·Interner Mittagstisch

    Das Mittagstischangebot richtet sich an Schulkinder der einzelnen Kita-Gruppen und beinhaltet zusätzliche und umfassende Hausaufgabenbetreuung.

  • 5.1 Zusammenarbeit der Gruppen

    Die Gruppen schaffen täglich Zeiträume, in denen es den Kindern ermöglicht wird, gruppenübergreifende Kontakte zu knüpfen. Ein solch gruppenübergreifendes Element, bildet beispielsweise das gemeinsame Morgenessen. Kontakte zwischen Geschwistern und Freunden werden in diesen Zeiten ermöglicht und gefördert. Gruppenübergreifende Spielzeiten sind für die Entwicklung aller Altersstufen wichtig. So können die Kleinen von den Grossen profitieren und das Verantwortungsbewusstsein kann gestärkt werden. Einzelne Anlässe und Rituale werden ebenfalls gruppenübergreifend durchgeführt. Dies dient auch dem inneren Zusammenhalt des Gesamtteams.

  • 3 Strukturierung des Tagesablaufs

    Um neben einer kreativen und abwechslungsreichen Alltagsgestaltung, den Kindern im Tagesverlauf trotzdem Orientierung und Sicherheit zu gewährleisten, bieten wir feste Momente und Rituale an

    06.30 - 09.00:

    Einlaufzeit: Entgegennahme der Kinder und Informationsaustausch mit den Eltern – Parallel zum Morgenessen finden in der Klein- oder Gesamtgruppe Freispielsequenzen statt

    07.30 - 08.30:

    Gemeinsames Morgenessen (gruppenübergreifend)

    08.00 - 08.30:

    Kindergarten: Bringen der KG-Kinder

    09.00 - 11.30:

    Morgenprogramm: Ausflüge oder gezielte Förderaktivitäten in Einzel- und/oder Gruppensettings, gruppenintern oder gruppenübergreifend. Dazwischen können immer wieder Freispielsequenzen stattfinden (z.B. auf Ausflügen oder dazwischen sowie im Anschluss an gezielte Aktivitäten)

    11.30 - 11.50: – Ritualisiert; fixer Ablauf!

    ·          Pijamarunde: Die Kinder, welche einen Mittagsschlaf machen, ziehen sich für diesen um

    ·          Wickelrunde: Alle Kinder, welche Windeln tragen, werden gewickelt (eine erste Runde findet bereits vor dem Morgenprogramm statt, eine Dritte nach dem Mittagschlaf und eine Letzte vor 17.00 Uhr à bei Bedarf finden dazwischen individuelle Wickelsituationen statt)

    ·          Bücherrunde: Gemeinsam oder individuell

    11.50 - 12.00:

    Händewaschgang – Ritualisiert mit Lied!

    12.00 - 14.00:

    Mittagszeit – Ritualisiert mit Liedern vor dem Essensbeginn! (die Kleinen und die KG-Kinder essen von ca. 12.00 bis 12.30 Uhr, die Schulkinder / Mittagstischkinder essen von ca. 12.30 bis 13.30 à Ab 13.30 bis ca. 14.30 findet die Hausaufgabenbetreuung satt)

    12.30 - 13.00:

    Zahnputzrunde nach dem Mittagessen – Ritualisiert mit Lied!

    13.00 – 15.00:

    Mittagsschlafphase für die kleineren Kinder – Ritualisiert mit Lied; fixer Ablauf!

    13.00 – 14.45:

    Freispiel (Ruhesequenzen)

    13.30 - 14.00:

    Abholzeit nach dem Mittag

    14.00 -16.00 / 17.00:

    ·          Nachmittagsprogramm: Ausflüge oder gezielte Förderaktivitäten in Einzel- und/oder Gruppensettings – gruppenintern oder gruppenübergreifend – Dazwischen können immer wieder Freispielsequenzen stattfinden (z.B. auf Ausflügen oder zwischen, sowie im Anschluss an gezielte Aktivitäten)

    ·          Mittagschlafkinder: spätestens um 15.00 werden diese Kinder geweckt und umgezogen. Ihnen werden die Haare gemacht und ihr Gesicht gewaschen. Im Anschluss finden bis zum Z’vieri gezielte Aktivitäten oder Freispielsequenzen im und um das Haus herum statt (z.B. im Garten).

    16.00 -16.30:

    Z’vieri (entweder auf den Gruppen oder draussen auf Ausflügen)

    16.30 – 18.30:

    Freies Spiel auf den Gruppen oder im Garten

    17.00 - 18.30:

    Abholphase am Abend: Kinderabgabe und Informationsaustausch mit den Eltern

  • 4 Betreuung von Säuglingen

    Für den Aufbau einer soliden und sicheren Bindungsfähigkeit und -beziehung sind feinfühliges Verhalten und rasches Reagieren auf die Signale von Kleinstkindern von höchster Bedeutung. Kontakt, Zuneigung und Kommunikation müssen zur Genüge gewährleistet sein. Diese zeigen sich beispielsweise durch Augenkontakt, durch Anlächeln und liebevollen Körperkontakt. Die Erziehungspersonen zeigen ihre Zuneigung durch körperliche und sprachliche Zuwendung oder indem mit dem Kind gesprochen wird. Ebenso durch Finger- und Bewegungsspiele, dem Singen von Liedern oder wenn das Kind schlichtweg in den Arm genommen wird.

    Die Ernährung, Bewegung, Pflege, das Spielen und Schlafen müssen den individuellen Bedürfnissen der Kleinsten angepasst werden und von den Erziehenden feinfühlig erkannt werden. Das körperliche und psychische Wohlbefinden der Kinder, sind wesentliche Voraussetzungen für ihre optimale Gesamtentwicklung. Für uns sind die individuellen Schlaf- und Essrhythmen der Kinder selbstverständlich; somit passen wir unsere Abläufe und Strukturen diesen Bedürfnissen und Bedingungen an.

    In jedem Kind ist das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und Entfaltung vorhanden. Die Erziehenden sorgen während den Alltagssituationen dafür, dass die Kinder ihre schöpferische Entfaltung und ihr Lernen umsetzen können. Uns ist es wichtig, die Kinder ihrem individuellen Entwicklungsstand entsprechend, stets die Dinge, welche sie bereits können, eigenständig machen zu lassen, und jederzeit für Hilfestellungen bereit zu sein. Wir bieten Impulse an sowie altersentsprechende Spiele und achten darauf, wertvolle Materialien zu verwenden (z.B. Holz). Wir legen Wert darauf, bereits bei den ganz Kleinen die Phantasie und Kreativität anzuregen und zu fördern.

    Die Gruppenräume sind altersgerecht und sicher eingerichtet sowie so eingeteilt, dass die Kinder zwischen Aktivität und Rückzug wählen können. Möglichst geschützt, dürfen sie ihr umgebendes Umfeld explorieren.

  • 5 Mittagstisch & Hausaufgabenbetreuung

    Um Kinder über das Kindergartenalter hinaus adäquat betreuen zu können, bieten wir in der Kita Nonnenweg auch einen Mittagstisch und die dazugehörende Hausaufgabenbetreuung an. Dieses Angebot richtet sich an diejenigen Schulkinder, welche bereits unsere Kita besuchen. Aus Gruppendynamischen Gründen und aufgrund des Lärmpegels beschränken wir unser Angebot auf max. … Plätze. Für dieses Betreuungsangebot beschäftigen wir eine externe Person, die aufgrund der Qualitätssicherung, bei Bedarf durch unser Personal in Ausbildung unterstützt wird. Die Stelle besetzen wir durch eine engagierte Fachperson, welche über eine langjährige Praxiserfahrung im Bereich der Förderung in der Pädagogik verfügt.

  • 6 Tagesplanung

    Anhand unserer Tagesplanungen stellen wir einen abwechslungsreichen und kreativen Tagesablauf und Kitaalltag sicher. Wir schaffen einen Ausgleich zwischen Ruhe und Bewegung und können eine qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit gewährleisten.

    Die Tagesplanungen werden auf allen Gruppen detailliert, schriftlich festgehalten. Sie werden primär von den Gruppenleitungen und Miterziehenden erstellt und wöchentlich jeweils durch die Kitaleitung, bzw. durch die stellvertretende Kitaleitung (päd. Leitung) überprüft. Konstruktive Rückmeldungen daraus fördern und unterstützen die Aufrechterhaltung, Sicherstellung und Steigerung der Betreuungsqualität. Die Struktur der Tagesplanungen wird durch die Kitaleitung und die päd. Leitung vorgegeben. Sie enthält Fixpunkte wie z.B. Kinderauflistung, anwesendes Personal, Ämtli und Verantwortungen, Kinderaufteilung, Programm, etc. – Aktivitäten und Ausflüge enthalten neben einem Kurzbeschrieb, Überlegungen zur Förderung). Zu Ausbildungszwecken, werden die Tagesplanung unter Anleitung der Berufsbildnerin/Berufsbildners, punktuell von den Lernenden erstellt.

  • 6.1 Aktivitäten & Bewegung

    Unsere partizipative Grundhaltung wird in der Strukturierung des Alltags ersichtlich; sie wird bei der Planung und Durchführung der Aktivitäten und Ausflüge aktiv gelebt. Uns ist es wichtig, die Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder abzuholen und wann immer möglich miteinzubeziehen und umzusetzen.

    Aktivitäten werden dafür genutzt, den Bedürfnissen und Interessen der Kinder nachzukommen. Die Beobachtungen im Alltag ermöglichen es den Erziehenden, den individuellen Entwicklungsstand der Kinder zu erfassen und anhand von Aktivitäten, diesen gezielt zu fördern und zu unterstützen. In Aktivitäten greifen wir unterschiedliche Thematiken auf und schaffen Lernmöglichkeiten (Jahreszeiten, Mensch & Tier, Kultur & Bräuche z.B. Fasnacht, Herbstmesse etc.). Wir achten auf eine ganzheitliche Förderung, die alle kindlichen Aspekte und Kompetenzen berücksichtigt (Sprachförderung, Sozial-, Sach-, & Selbstkompetenzen, Grob- & Feinmotorik, Kreativität, etc.)

  • 6.2 Kreativität

    Als Kreativität bezeichnen wir die Fähigkeit, neue Dinge hervorzubringen. Kinder lernen vorwiegend in der Auseinandersetzung mit ihrer realen Welt. Sie müssen die Dinge anfassen, auseinandernehmen und sich langsam mit ihnen vertraut machen. Sie wollen erfahren, wie die Dinge funktionieren. Praktische Lernerfahrungen werden am besten abgespeichert, wenn diese mit möglichst vielen Sinnen erlebt werden konnten. Sie möchten hören, sehen, anfassen, schmecken und ausprobieren.

    Kreativität ist das Fundament für viele Kompetenzen, die im Leben benötigt werden. Deshalb ist es uns ein Anliegen, Kindern die Chance zu geben, ihre vielfältige Kreativität auszuleben. Ein kreativer Mensch besitzt die Fähigkeit, schöpferisch zu denken und zu handeln. Er kann eigene Ideen entwickeln und umsetzen. Wird die Kreativität gefördert, lernen die Kinder, schneller Entscheidungen zu treffen, Probleme zu erkennen und zu lösen. Sie getrauen sich eher, etwas Neues zu entdecken und auszuprobieren und verfolgen ihre eigenen Ideen.

    In der Kita Nonnenweg schaffen wir einen Rahmen, in dem sich die Kreativität der Kinder entfalten kann. Kinder benötigen Materialien, die zum Forschen anregen und selbsttätiges Experimentieren, Nachdenken und Ausprobieren ermöglichen. Wir ermutigen die Kinder, geben ihnen den notwendigen Platz und die Freiheit sowie genügend Raum und Zeit um ihre Kreativität entwickeln und entfalten zu können. Es ist Teil unserer Aufgabe, die kindliche Originalität und Spontaneität herauszufordern und anerkennende Worte für ungewöhnliche Lösungsvorschläge zu finden, die Kinder dazu ermutigen, Dingen auf den Grund zu gehen und immer wieder Neues auszuprobieren. Wir wertschätzen ihre eigenen Herangehens- und Denkweisen und nehmen uns Zeit, mit ihnen zu sprechen, zu spielen und zu experimentieren, sowie deren Neugierde und Mitteilungsbedürfnis zu würdigen.

  • 6.3 Freispiel

    Im Freispiel können die Kinder ihre eigenen Interessen, Fähigkeiten und Stärken entdecken und entfalten, sowie ihre Grenzen austesten und selbstbestimmt handeln. Sie haben die Möglichkeit ihre Umwelt zu erforschen und entwickeln Vertrauen in sich und ihre Umwelt. Im Freispiel können Kinder ihre Neugier befriedigen, Erlebnisse und Eindrücke verarbeiten, ihren Nachahmungstrieb, die emotionalen Bedürfnisse sowie ihrem individuellen Bewegungsdrang nachkommen.

    Gestaltung:

    Da die Erziehenden an einen gewissen Rahmen gebunden sind, geben sie den Kindern Strukturen des Freispiels vor, z.B. zeitlicher und örtlicher Rahmen (von 15.00-16.00 im Garten/Haus). Strukturen geben den Kindern Halt und Sicherheit. Grundsätzlich sind die Kinder in diesen Sequenzen unter sich. Die Erziehenden halten sich im Hintergrund und nehmen eine beobachtende Rolle ein; sie greifen nur ein, um die optimalen Bedingungen wiederherzustellen. Bei Bedarf oder auf Wunsch der Kinder partizipieren die Erziehenden punktuell im Freien Spiel. Sie sind Vorbild und Spielpartner.

    Altersgerechte Settings und Raumgestaltungen erlauben den Kindern ein sicheres und freies Spielen. Während dem Freispiel können anhand von Beobachtungen und Dokumentationen, Entwicklungsprozesse festgestellt und begleitet werden.

  • 6.4 Umwelt und Natur

    Bei jedem Wetter gehören für uns kleinere und/oder grössere Ausflüge zur Tagesordnung. Die Aufenthaltsdauer passen wir den Wetterbedingungen an. Die Kinder sollen sich austoben können und frische Luft tanken. Uns ist es wichtig, dass die Kinder mindestens einmal am Tag an der frischen Luft sein können. Auch Säuglinge und Kleinkinder, die noch auf den Kinderwagen angewiesen sind, sollen auf Ausflügen die Gelegenheit erhalten, mit allen Sinnen ihre Umwelt und die Natur wahrzunehmen und zu entdecken. Wir leben den Kindern einen respektvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur vor. Wir möchten den Kindern ihre Umwelt und die Natur, mit allen Sinnen erlebbar und begreifbar machen, sie sollen diese als einen spannenden und aussergewöhnlichen Teil unseres Lebens erfahren dürfen.

    Draussen können die Kinder

    ·sich verstecken, zurückziehen und unbeobachtet spielen

    ·klettern und springen

    ·mit Naturmaterialien experimentieren

    ·die Veränderungen der Jahreszeiten erleben

    ·Tiere und Pflanzen kennen lernen                                                            

    Um die Bewegungsfreude zu fördern, muss dem Kind möglichst viel Bewegungsfreiheit eingeräumt werden. Die gezielte Förderung der Motorik ist uns sehr wichtig. In der pädagogischen Arbeit unterscheiden wir zwischen Fein- und Grobmotorik. Wir bieten den Kindern gezielte Aktivitäten im feinmotorischen, wie auch im grobmotorischen Bereich an. Jedes Kind ist einmalig und hat sein eigenes Tempo, welches von den Erziehenden angenommen und berücksichtigt wird.

  • 6.5 Naturmorgen

    Ein- bis zweimal pro Woche, finden bei uns Naturmorgen statt, während denen wir alternativ zu den regulären Spielplätzen Ausflugziele wählen, die naturbehafteter sind. Wir spazieren, wandern, lernen die Natur und neue Orte/Wege kennen und vergnügen uns mit verschiedenen Spielen draussen. Durch den Naturmorgen bekommen die Kinder einen näheren Bezug zur Natur, zum Wetter und den Jahreszeiten; damit soll einen respektvollen Umgang mit der Natur vertieft und gepflegt sowie den natürlichen Forschungsdrang der Kinder gefördert werden.

  • 7 Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten

    Die Kita Nonnenweg ist eine familien- und erziehungsergänzende Einrichtung; wir sehen die Eltern als die Experten für ihre Kinder an. Unsere Elternarbeit wird geprägt von Wertschätzung, Freundlichkeit und einer offenen Kommunikation. Diese Haltungen und Grundsätze sowie Beteiligung und Transparenz, sind für den Erfolg der Zusammenarbeit mit Eltern unumgänglich. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine wichtige Grundlage für unsere Arbeit und Voraussetzung für das Wohl der Kinder. Die Basis der Zusammenarbeit beruht auf dem gegenseitigen Vertrauen zwischen Eltern, Erziehenden und Kindern. Wir wollen ein Gefühl von Harmonie, Wohlbefinden und Sicherheit erzielen. Dazu bedingt es auch die individuellen Unterschiede der Eltern und Familien wahrzunehmen, zu akzeptieren und ihnen Flexibilität wie auch Empathie für ihre persönliche Situation entgegenzubringen. Die subjektiven Ressourcen, Vorlieben und Anliegen der Eltern werden bei uns ernst genommen, was eine konstruktive Zusammenarbeit unterstützt.
     
    Die Elternarbeit findet systematisch und kontinuierlich statt und ist im Bewusstsein unserer pädagogischen Fachkräfte verankert. Wir versuchen möglichst viele Gelegenheiten zu schaffen, den Eltern eine Chance zur Mitbestimmung zu ermöglichen. Wünsche und Forderungen der Eltern, die sich nicht in den Kita-Alltag integrieren lassen oder in den Augen der Fachkräfte pädagogisch nicht sinnvoll sind, werden respektvoll, gut und nachvollziehbar begründet abgewendet. Die Elternarbeit ist ein Baustein in unserem Kitaalltag, der regelmäßig geplant und geprüft wird. Elternarbeit benötigt ausreichend Zeit, welche in den Kitaaltag miteingeplant wird und gepflegt werden muss. Der Austausch mit den Eltern über die individuellen Bildungs- und Entwicklungsprozesse, findet in einer wertschätzenden, respektvollen und empathischen Art statt. Die pädagogischen Fachpersonen, fragen nach, tauschen sich mit den Eltern aus, informieren über Entwicklungsschritte und machen sie auf neue Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder aufmerksam.

  • 7.1 Tür- und Angelgespräche

    In den täglichen Tür- und Angelgesprächen, auch wenn sie nur kurz sind, erhalten Eltern direkt Informationen und Rückmeldung zum Alltagsgeschehen ihrer Kinder. Initiiert werden diese durch die Fachpersonen, sowie die Eltern. Trotz der kurzen Dauer wollen wir den Eltern das Gefühl vermitteln, dass wir die notwendige Zeit aufbringen und uns ihre Meinung und das Gespräch mit ihnen wichtig ist. Um Transparenz zu schaffen, informieren wie Eltern vollumfänglich. Wenn es um Probleme des Kindes oder Konflikte mit den Eltern geht, ersuchen wir immer um ein persönliches Gespräch in einem geschützten Rahmen.

  • 7.2 Elterngespräche – Entwicklungsgespräche

    Die ausführlichen Standortgespräche über die jeweiligen Kinder, finden in der Regel ein Mal jährlich statt. Dabei findet ein Austausch statt, Fragen und Anliegen können geklärt werden und auf Wunsch der Eltern ist es ihnen möglich, bei der Betreuungsperson Unterstützung in Bezug auf Erziehungsfragen einzuholen. Es ist uns wichtig, die Gespräche anhand der Beobachtungen im Alltag gut vorzubereiten und für eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu sorgen. Schwerpunkt der Gespräche sind die Kinder, ihre Entwicklung und ihre Entfaltung sowie ihr Verhalten in der Kita/Gruppe. Dabei werden alle Aspekte der kindlichen Entwicklung berücksichtigt. Grundlage für die ausführlichen Rückmeldungen, bilden die von den Bezugspersonen geführten individuellen Entwicklungsberichte und Portfolios, welche von den Erziehenden als Beobachtungs- und Dokumentationsunterlage genutzt werden. Die Portfolios der Kinder werden von Erziehenden der Gruppe in regelmässigen Abständen gemeinsam geführt.

    Allfällige Störungen haben bei Gesprächsbeginn immer Vorrang.

  • 7.3 Elternbriefe & Elternanlässe

    Elternanlässe und Elternbriefe sind weitere Tools, welche die Zusammenarbeit mit den Eltern fördert und unterstützt. Sie bieten einen zusätzlichen Rahmen für Austausch und Informationsvermittlung. Informationsschreiben schaffen Transparenz und informieren Eltern effizient über wichtige Veränderungen oder Geschehnisse unserer Kita. Elternanlässe ermöglichen den abgebenden Eltern weitere Einblicke ins Kitageschehen ihres Kindes und bieten die Chance mit anderen Eltern in Beziehung zu treten, sich auszutauschen und tragbare Verbindungen zu knüpfen.

  • 8 Gesundheit & Ernährung

    Eine gesunde Ernährung von klein auf, trägt in erheblichem Masse zu einer optimalen Entwicklung von Kindern bei. Sie stärkt das Immunsystem und vermeidet Mangelzustände. In den ersten zehn Lebensjahren erlernen Kinder das Ernährungsverhalten, das die Grundlage für ihre lebenslangen Essgewohnheiten bildet. Wie gut gesundes Essen sein kann, müssen Kinder erst noch erlernen. Auch dabei spielt eine partizipative Haltung eine wichtige Rolle. Das gemeinsame Essen, soll die Kinder in unserer Kita für gesunde Speisen begeistern und für sie zu einem genussvollen und sinnlichen Erlebnis werden. Der Bezug zu gesundem Essen und unsere Einstellung zu Themen wie saisonal, regional, sozial und ethisch, prägt unsere Kita und die Menschen darin. In der Kita Nonnenweg orientieren wir uns stark am Konzept von Fourchette verte: https://www.fourchetteverte.ch/#news

  • 8.1 Nahrungsmittel ausprobieren

    Die natürliche Phase in der Ernährungsentwicklung von Kindern, in der sie ungern neue Nahrungsmittel ausprobieren, ist im Alter von 2 bis 10 Jahren am stärksten ausgeprägt. Kinder neigen dazu gemischte Nahrungsmittel zu trennen und Lebensmittel, ohne sie zu versuchen, zurückzuweisen. Kinder auf verschieden Wegen mit Nahrungsmitteln vertraut zu machen, über ihre Herkunft und ihre Geschmäcker zu sprechen und sie in die unterschiedlichen Prozesse (Einkauf, Verarbeitung, Zubereitung, etc.) miteinzubeziehen, ermöglichen den Kindern einen positiven Zugang zu unseren Speisen. Um Angst und Vorurteile gegenüber Nahrungsmittel zu verringern, versuchen wir Speisen mehrere Male in derselben Form anzubieten, solche die bereits gut akzeptiert sind mit Unbekannten zu kombinieren oder auch neue Speisen immer wieder in unterschiedlicher Form zuzubereiten. Diese Einstellung und Herangehensweise, soll die Kinder dabei unterstützen, Abwehrhaltungen und Verweigerungen zu reduzieren und abzubauen sowie im Gegenzug, eine offene Haltung bezüglich verschiedenster Lebensmittel zu entwickeln. Wir halten die Kinder dazu an, alle Lebensmittel zu probieren, jedoch herrscht in unserer Kita keinerlei Essensdruck oder -zwang. Um diese Haltung aktiv zu leben und auch in Bezug auf diesen Aspekt, partizipativ zu arbeiten, portionieren die Kinder ihre Essensmenge selbständig. Sie werden dabei von den Erziehenden situativ begleitet und unterstützt.

  • 9.2 Esskultur

    Die Bedeutung des Essens geht weit über die rein körperliche Sättigung hinaus. Bei gemeinsamen Mahlzeiten handelt es sich nicht zuletzt um eine wichtige soziale Handlung, bei der im Hintergrund viele Prozesse ablaufen, die die soziale Entwicklung eines Kindes beeinflussen. Somit sind gemeinsame Mahlzeiten und feste dafür vorgesehene Zeiten, vor allem für Kinder wichtige Rituale. Dem Kind werden dabei unbewusst Werte vermittelt, die die Bewertung seiner Umwelt prägen und seine Position innerhalb einer Gemeinschaft festigen.  Beim gemeinsamen Essen lernen Kinder gesellschaftliche Umgangsformen sowie kulturelle Normen und Werte kennen. Bezugspersonen sind tragende Pfeiler der sozialen Erziehung, weshalb sie auch beim Essen die Funktion von wichtigen Rollenvorbilder übernehmen. Gemeinsame Mahlzeiten tragen dazu bei, dass Kinder ihren Platz in der Gruppe finden.

    Geregelte Essenszeiten, denen genügend Zeit eingeräumt wird, dienen Kinder als verlässlichen Anhaltspunkt, um den Tag zu ordnen und zur Ruhe zu kommen. Verlässliche Strukturen und Wiederholungen, sind von großer Bedeutung, weshalb es Sinn macht, Abläufe mit Ritualen zu untermauern. Das gemeinsame Essen und die dazugehörenden Abläufe und Rituale geben den Kinder Orientierung, Sicherheit und Konstanz im Kitaalltag. Das gemeinsame Essen bietet die Möglichkeit sich mit der Gruppe auszutauschen, sich miteinander zu beschäftigen und so den Gruppenzusammenhalt zu stärken.

  • 9.3 Materialien

    Es ist uns wichtig, dass wir uns bewusst mit den Materialien von Kindergeschirr auseinandersetzen, weshalb wir versuchen gänzlich auf Plastik und Materialen mit Melamin, zu verzichten. Schadstoffe aus Plastik können gesundheitsschädlich sein; hinzu kommt die enorme Umweltbelastung durch Mikroplastik. Aufgrund dessen greifen wir zu gesundheitsfördernden und umweltverträglichen Geschirralternativen, wie Porzellan, Glas, Bambus sowie lebensmittelechtem, Silikon und Edelstahl. Kinder sollen immer wieder in Kontakt mit solchen „lebensechten“ Materialien kommen. So lernen sie den respektvollen Umgang mit den ihn anvertrauten Alltagsgegenständen.

  • 9.4 Koch

    Unsere Kita beschäftigt einen professionellen, hauseigenen Koch, der unsere Mahlzeiten täglich frisch einkauft und zubereitet. Der Menuplan berücksichtig saisonale und regionale Kriterien und entsteht jeweils in Zusammenarbeit mit dem Koch und der Leitung. Dabei, wie auch beim Gesamtprozess der Nahrungszubereitung (Planung, Einkauf, Kochschritte etc.), werden Meinungen, Ideen, Bedürfnisse und Wünsche von den Kindern eingeholt und miteinbezogen. Religiöse und ethische Haltungen (vegetarisch) werden respektiert und berücksichtigt.

  • 9 Hygiene

    Als Gemeinschaftseinrichtung mit Küche, Speiseraum und sanitären Anlagen, stellen Kitas eine hohe Anforderung an die Sauberkeit und Hygiene. Die die Einhaltung von Hygiene-Richtlinien stellt somit eine Selbstverständlichkeit für Kitas dar. Die Kita Nonnenweg verfügt deshalb über ein internes Hygienekonzept.

  • 9.1 Körperbewusstsein & Pflege

    Unsere pädagogische Haltung zur Körperpflege beinhaltet das natürliche Verhältnis zum Körper und dessen Funktionen. Wir legen grossen Wert darauf, dass das Kind seinen Körper bewusst wahrnehmen kann, denn die tägliche Körperpflege ist ein wichtiger Bestandteil in ihrem Alltag. Das Kind soll die Pflege seines Körpers als etwas Angenehmes erleben können und nicht als schnelle Abfertigung; Körperpflege und Zähneputzen sollen nicht zur Prozedur werden, sondern als positives Erlebnis empfunden werden. Deshalb achten wir darauf, uns für die Pflege genügend Zeit zu nehmen und versuchen die Kinder ihren Möglichkeiten entsprechend in ihre Körperpflege miteinzubeziehen, was ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstständigkeit fördert. Wir sind im Dialog mit den Kindern und begleiten die Pflegehandlungen auch sprachlich. Die Körperpflege der Säuglinge und Kleinkinder wird in einer ruhigen Atmosphäre durchgeführt, respektvoll und immer mit sprachlicher Begleitung. Um die Beziehung zwischen Kind und Erziehenden zu stärken, geben wir dem Kind ungeteilte Aufmerksamkeit. Dabei stets die Intimsphäre der Kinder zu wahren ist unser oberstes Gebot.

  • 9.1.1 Wickeln

    Wir achten darauf, dass Kinder ausschliesslich von den ihnen vertrauten Bezugspersonen gewickelt werden. Das Wickeln findet nie in einem abgeschlossenen Raum, jedoch in einem geschützten Rahmen statt.

  • 9.2. Händewaschen

    Den Erziehenden unserer Kita ist bewusst, dass sie auch im Bereich der Hygiene eine Vorbildfunktion haben. Es ist wichtig, den Kindern im Alltag vorzuleben und bewusst zu zeigen, wie man richtig und sauber die Hände wäscht als auch wann dies wichtig ist. Vor und nach den Mahlzeiten sowie vor und je nach Situation auch während dem Zubereiten von Mahlzeitennach, nach Ausflügen oder Aktivitäten im Garten als auch nach dem WC-Gang, wird mit den Kindern das Händewaschen praktiziert. Vor dem Mittagessen wird es in das gesamte Mittagsritual miteingebunden und mit einem Lied begleitet.

  • 9.3. Zähneputzen

    Das Praktizieren einer regelmassigen und professionelle Zahnpflege mit einer Bürste, Zahncreme und Wasser ist wichtig. Nach dem Mittagessen putzen wir mit den Kindern gemeinsam die Zähne. Die Kinder sollen dabei positive Erfahrungen machen, Spass haben, die Mundhygiene als lustvoll empfinden und so einen gesunden Zugang zu dieser Thematik aufbauen können. Dabei ist unser Langzeitziel für die Kinder, die Zusammenhänge zwischen dem eigenen Handeln und den Folgemöglichkeiten erkennen, Eigenverantwortung entdecken und einen selbständigen Umgang erlernen. Durch verschiedene Bewegungsmöglichkeiten schult das Zähneputzen auch die Feinmotorik. Beim Zähneputzen bietet sich für die Kinder eine weitere Gelegenheit, sich in der Gruppe zu erleben und gemeinsame Erfahrungen zu machen.

  • 9.4. Ruhephase

    Im Kita-Alltag sind Ruhezeiten von grosser Bedeutung. Die Kinder sollen schlafen dürfen, sich erholen, Eindrücke verarbeiten und Energie tanken für kommende Sequenzen. Dafür stellen wir auf den jeweiligen Gruppen, Schlaf- sowie Erholungsräume, mit bequemen Betten oder Matratzen zur Verfügung. Die Kinder erhalten ihre eigene Schlafbekleidung, welche einmal pro Woche für die Reinigung gewechselt wird. Bei Bedarf erhalten sie ein eigenes Schlafkissen, welches gemeinsam mit dem Pijama, aufbewahrt wird. Beim Einschlafen werden die Kinder immer von zwei Betreuungspersonen begleitet. Die kleineren Kinder, welche keinen Mittagsschlaf abhalten, erhalten die Möglichkeit sich auszuruhen, oder ruhigen Spielaktivitäten nachzugehen, ganz nach ihren subjektiven Bedürfnissen. Auch während des Tages erhalten die Kinder Gelegenheiten, sich zurückzuziehen. Wir achten darauf, den individuellen Schlafrhythmus der einzelnen Kinder zu berücksichtigen. In unserer Kita besteht kein Schlafzwang.

  • 10.1 Eingewöhnung

    Die Kita stellt in der frühkindlichen Entwicklung oft den ersten ausserfamilialen Lernort eines Kindes dar. Diese Veränderung betrifft sowohl das Kind als auch die Eltern, die ebenfalls mit Emotionen und Erwartungen konfrontiert werden. Der Kitaeintritt fordern von allen beteiligten Anpassungsleistungen. Die Teilabgabe der elterlichen Betreuungsverantwortung, erfordert ein hohes Mass an Vertrauen. Aufgrund dessen ist für uns eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern prioritär. Zwischen den Erziehenden und den Eltern soll sich eine tragfähige Bildungs- und Erziehungspartnerschaft entwickeln, um die Kinder in ihren Prozessen ganzheitlich optimal zu begleiten und zu unterstützen.

    Eine überschaubare und kontrollierbare Gestaltung der Eingewöhnungszeit, schafft die Grundlage für das Wohlbefinden im Kitaalltag und hilft dabei Überforderungen zu vermeiden sowie Vertrauen aufzubauen. Das Kind soll sich in der Kita von Beginn an willkommen und wertgeschätzt fühlen. Um die individuelle Situation des Kindes zu überblicken und darauf reagieren zu können, benötigt es neben aufmerksamer Beobachtung und Reflexion, einen intensiven, offenen und kooperativen Austausch zwischen Erziehenden und Eltern.

    Gestaltung:

    Grundsätzlich beträgt die Dauer der Eingewöhnungsphase ca. zwei Wochen, sie orientiert sich jedoch an den subjektiven Bedürfnissen der Kinder und Eltern. Dabei gehen wir nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell vor. Diese Zeit dient allen Beteiligten dazu, ihrem individuellen Tempo entsprechend, in die neue Situation hineinzuwachsen. Die individuelle Ausgestaltung dieser Zeit, erfolgt situativ in Absprache mit den Eltern.

    Alle Teilschritte erfolgen in gemeinsamer Absprache und Zusammenarbeit mit der zuständigen Erziehungsperson und den abgebenden Eltern. Das Tempo dieser Schritte orientiert sich ebenfalls an den Kindern und Eltern.

    Zum Eingewöhnungsstart wird auf der Gruppe alles bereit sein, um dem Kind eine gute Ankunft zu ermöglichen (Garderobenplatz, Namensschilder, Trinkbecher etc.). Zusätzlich kann dies dazu genutzt werden, die Gesamtgruppe auf das neue Mitglied vorzubereiten. Zu Beginn steht der erste Kontakt und der darauffolgende Beziehungsaufbau, zwischen dem Kind und der Erziehungsperson im Vordergrund. Dazu halten sich die begleitenden Eltern ebenfalls auf der Gruppe auf, dies aber zunehmend passiv im Hintergrund. Schritt für Schritt ziehen sich die Eltern zurück. Dabei wird auch darauf geachtet, dass das Kind nach und nach die unterschiedlichen Abläufe (Tageszeiten) der Kita kennenlernt. Die Sequenzen ohne die Eltern werden solange ausgebaut, bis die Kinder ganz alleine und mit einem guten Gefühl, in der Kita verweilen können.

  • 10.2 Gruppenwechsel

    Auch der kitainterne Gruppenwechsel stellt eine Veränderung, einen Übergang und somit eine Herausforderung in der Entwicklung von Kindern dar. Auch dieser wird ernst genommen und subjektiv geplant und gestaltet. Dabei ist es und ein Anliegen die Kinder und deren Wünsche und Bedürfnisse aufzugreifen und sie partizipativ in die Ausgestaltung miteinzubeziehen.

    Gestaltung:

    Auch bei den Gruppenübertritten orientieren wir uns am individuellen Tempo des Kindes, so dass keinerlei Zeitdruck entsteht. Durch die stetigen gruppenübergreifenden Aktivitäten im Alltag erhoffen wir uns jeweils einen sanften Übergang, der lustvoll gestaltet werden soll. Wir geben dem Kind die Möglichkeit, sich an die neuen Bezugspersonen, Kinder und Gruppenräume zu gewöhnen und geben diesem Prozess genügend Raum. Das Kind soll ausreichend Zeit haben, sich von der Gruppe zu lösen, bevor es endgültig zur neuen Gruppe wechselt. Uns ist es wichtig, dass dem Kind bereits zu Beginn des Übertritts, alle persönlichen Gegenstände, wie beispielsweise sein Garderobenplatz, Trinkflasche etc. zur Verfügung stehen. Das fördert das Gruppenzugehörigkeitsgefühl und Wohlbefinden auf der neuen Gruppe. Der Gruppenübertritt ist zeitgleich auch immer ein Abschied von der ursprünglichen Gruppe, weshalb dieser mit einem Abschiedsfest und einem Andenken (Abschiedsgeschenk) ritualisiert wird. Die Gesamtphase des Übertritts in die neue Gruppe, soll dem Kind und der Gruppe im Alltag wiederholt und offen kommuniziert werden. Dieser Prozess wird mit den Eltern frühzeitig besprochen und situativ geplant.

  • 10.3 Austritt

    Der Austritt aus der Kita stellt ein Kind und die gesamte Gruppe ebenfalls vor einen bedeutsamen Übergang, welcher erneut mit intensiven Lernprozessen verbunden ist. Kinder müssen lernen sich zu lösen und zu verabschieden. Die Kinder müssen im Prozess der Trennung von den Erwachsenen begleitet und unterstützt werden.

    Gestaltung:

    Wie auch beim Gruppenwechsel, ist es uns wichtig, die Kinder schon früh auf die Veränderung vorzubereiten. Der Austritt wird beim Kind, auf der Gesamtgruppe und im Haus offen kommuniziert sowie partizipativ geplant und gestaltet. Dabei wird auch die Kreativität der Erziehenden angesprochen. Die Gestaltung der verbleibenden Zeit wie auch des Abschiedsfestes kann mit den Eltern und dem Kind besprochen, geplant und individuell gestaltet werden (beispielsweise anhand eines selbst gestalteten Klebekalenders für die letzte Zeit in der Kita). Wie auch beim Gruppenwechsel, erhält das Kind ein Abschiedsgeschenk der Gesamtgruppe, als Andenken.

  • 11 Räumlichkeiten

    Unsere Räumlichkeiten werden den unterschiedlichen Bedürfnissen von Bewegung, Gestalten, Erforschen, Rückzug und ruhigen Sequenzen, von Kindern gerecht. Sie sind dem Spiel- und Sozialverhalten aller Kinder altersgemäss angepasst. Die Gruppenräume sind kindersicher, freundlich, farbig und ansprechend ausgestaltet und laden zum Spielen und Entdecken ein. Unser grosszügiges Haus und der dazugehörige Garten ermöglichen den Kindern sich ausreichend zu bewegen, kreativ zu sein oder sich bei Bedarf zurückzuziehen. Die dekorativen Aspekte sind kindsgerecht und werden unter anderem auch mit den Kindern zusammen gestaltet. Die Spielzimmer der Kleinsten sind so ausgestattet, dass sich die Kinder gefahrlos und ungestört bewegen können und sie in ihrer Motorik gefördert werden.

  • 12 Kultur und Bräuche

    Das Team weiss um die Wichtigkeit der Jahresrhythmen, welche dem Kind Orientierung und Sicherheit vermitteln. Es ist uns ein Anliegen, gemeinsame Erlebnisse und das Miteinander, sowie den Gruppensinn mit gemeinsamen Ritualen und Bräuchen zu vertiefen.

    In der Kita Nonnenweg respektieren wir die verschiedenen Religionen und kulturelle Einflüsse. Wir sind konfessionell neutral und verzichten weitgehend auf religiöse Symbole. Jedoch setzen wir Akzente in Form von Dekorationen, religionsneutrale Bilderbuchgeschichten sowie Rituale zu jahreszeitenbezogenen Festen wie Weihnachten, Ostern und Geburtstagsfesten. Wie leben den Kindern Werte unserer Kultur und das Verständnis und den Respekt anderen Kulturen gegenüber vor und thematisieren diese. Gerne lassen wir uns von Kindern und Eltern inspirieren und uns deren eigene Kultur und Bräuche näherbringen.

  • 13 Umgang mit Konflikten

    Konflikte gehören zum täglichen Leben dazu. Sie sind ein Motor, um soziales Verhalten zu lernen, weshalb wir sie als Chance betrachten, Missstände, Bedürfnisse und erforderliche Veränderungen zum Vorschein zu bringen und dadurch Entwicklungen zu forcieren. Die Voraussetzung dafür liegt für uns in der konstruktiven Herangehensweise; die Art und Weise, wie wir mit Konflikten umgehen.

    Konfliktkompetenz beinhaltet Fähigkeiten (Konfliktbereitschaft, Konfliktwissen, Einnahme eines Standpunkts, Argumentationsfähigkeit, Aktives Zuhören, Fehler eingestehen können), mit Konflikten auf erfolgreiche, konstruktive und selbstorganisierte Art und Weise umzugehen.

  • 13.1 Konflikte von Kindern

    Konflikte bergen oft ein hohes Lernpotenzial sowohl für die einzelnen Kinder als auch für die gesamte Gruppe. Durch Konfrontationen lernen Kinder andere Sichtweisen kennen, erfahren prosoziales Verhalten und lernen soziale Werte aufzubauen. Pädagogische Fachkräfte tendieren dazu, vorschnell in Konfliktsituationen von Kindern einzugreifen und nehmen ihnen so wichtige Lernchancen; die Möglichkeit, selbst herauszufinden, welche Handlungsoptionen sie haben und wie sie sich verhalten können, damit der Streit beendet wird. Hinzu kommt, dass auferlegte Lösungsvorschläge weniger erfolgreich sind, wie wenn sie von den Kindern selber erarbeitet wurden.

    Kinder dürfen bei uns streiten, sich aneinander messen, ihre Grenzen, sowie diese der anderen kennen lernen, sich im Streit ausprobieren und verschiedene Verhaltensweisen testen.  Wir begleiten und unterstützen die Kinder im gesamten Konfliktbewältigungsprozess und motivieren sie Kinder darin, diese selbständig zu lösen. Jedoch ist es uns wichtig, dass die Kinder wissen, dass ihnen jederzeit unsere Hilfestellung zur Verfügung steht, wenn diese benötigt werden sollte. Fachpersonen müssen sich einen Überblick über die Situation verschaffen und in Erfahrung bringen, wer an dem Streit beteiligt ist, auf welcher Eskalationsstufe sich die Kinder befinden und was die Ursache des Konflikts sein könnte. Auf diese Weise kann die Fachkraft entscheiden, ob sie aktiv in die Situation eingreift oder sich weiter beobachtend zurückhält.

    Wenn sich die Kinder jedoch in einem destruktiven Konflikt befinden, aus dem sie allein nicht herauskommen oder sie es nicht schaffen ihre unterschiedlichen Bedürfnisse aufeinander abzustimmen, sollte die Erzieherin oder der Erzieher einschreiten. Die Bedürfnisse aller sollen Beachtung finden und nicht nur die der durchsetzungsfähigeren Kinder.

    Fachkräfte sollen:

    ·Bedürfnisse übersetzen: Emotionen, Wünsche und Anliegen der Kinder verbalisieren und so für andere übersetzen, da sie teilweise selbst noch nicht dazu in der Lage sind

    ·Offene Fragen stellen: pädagogische Fachkräfte signalisieren durch offene Fragen, dass sie die Situation registriert haben und ernst nehmen. Kinder werden dazu angeregt, ins Gespräch zu gehen, andere Perspektiven einzunehmen und selbst Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig wird ihnen signalisiert, dass ihnen jemand beratend zu Seite steht, falls dies nötig sein sollte.

    ·Impulse geben: Vor allem bei jüngeren oder stark aufgebrachten Kindern können offene Fragen zu Überforderung führen. In solchen Situationen bietet es sich an, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

    ·Schützend eingreifen: Wenn sich Kinder bereits auf einer sehr hohen Eskalationsstufe befinden oder die Auseinandersetzung eventuell sogar auf einer körperlichen Ebene ausgetragen wird eingegriffen (Auseinandersetzung verbal beenden, Kinder voneinander trennen, sich gegebenenfalls schützend zwischen sie begeben, mit ihnen sprechen, eventuell erst einzeln, dann alle Beteiligten gemeinsam, alle Perspektiven und Bedürfnisse anhören und mit einbeziehen, Kinder wieder in das Gruppengeschehen entlassen und sie ggf. dabei begleiten)

    ·Kinder beteiligen: Ideen und Lösungsvorschläge von Kindern ernst nehmen und im Deeskalationsprozess aufgreifen. Auf eigentliche Ursache des Konflikts eingehen.

  • 13.2 Konflikte im Team

    > Siehe Punkt 14.2

  • 14 Personal

    Das Personal der Kita Nonnenweg, verfügt über die erforderlichen Qualifikationen. 12 Kinder werden von mindestens zwei Personen betreut, wovon sicher eine pädagogisch ausgebildet ist. Ab dem 13. Kind ist eine zweite pädagogisch ausgebildete Betreuungsperson notwendig. Unsere Randzeiten werden neben weiteren Hilfspersonen immer von mindestens einer pädagogisch ausgebildeten Betreuungsperson abgedeckt. Kinder bis 18 Monate belegen 1.5 Plätze, da ihre Betreuung in der Regel einen höheren und intensiveren Aufwand benötigt. In unserer Personalplanung (Betreuungsschlüssel) findet dies Berücksichtigung.

  • 14.1 Team & Teamkultur

    Das Team übt eine tragende und motivierende Funktion aus; uns ist jedes Mitglied und seine individuellen Stärken wichtig und wird ernst genommen. Ein regelmässiger Austausch findet in den wöchentlichen Team- und Gruppenleitungssitzungen statt. Diese beinhalten organisationstechnische Themen, sowie Besprechungen und Klärungen von Fragen, Anliegen und Problemen (Team/Kinder/Eltern etc.). Kontinuierlicher Austausch und eine ehrliche, direkte und offene Kommunikation bilden die wichtigste Grundlage für eine gute Zusammenarbeit in unserem Team. Diese Aspekte, wie auch gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft voneinander zu lernen tragen somit zur optimalen Qualität unserer pädagogischen Arbeit bei.

    Einmal wöchentlich finden gemeinsam mit allen Lernenden, unter Leitung der Ausbildungsverantwortlichen, Lehrlingssitzungen statt. Dabei werden ausbildungsrelevante Themen behandelt und bei Bedarf Lösungsansätze besprochen/erarbeitet. Die Verantwortung der Alltagsanleitung übernimmt die Gruppenleitung/Miterzieher*in

  • 14.2 Kritik- & Konfliktkultur

    Wir haben eine offene und positive Haltung konstruktiver Kritik gegenüber; sich damit auseinanderzusetzen, ist notwendig, um die eigene Arbeit zu überdenken und sich weiterzuentwickeln. Im Team ist es uns ein Anliegen Konflikte offen anzusprechen und einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten zu erarbeiten.

  • 14.2.1 Vorgehensweise

    Im Vorgehen bei Problemen und Konflikten innerhalb des Teams, orientieren wir uns am intervisorischen Ansatz. Dabei werden die Probleme mit Personen auf derselben Hierarchiebene besprochen und gelöst. Wenn auf diese Weise keine oder nur bedingt zufriendenstellenen Lösungen erzielt werden können, übernehmenden die Leitenden die Führung eines mediativen Lösungsprozesses. Dies bedeutet, dass die Konfliktparteien von einer neutralen Person begleitet werden, damit eine allseitig zufriedenstellende Kompromiss-/Konsenslösung entwickelt werden kann.

  • 15 Prävention zu physischer und psychischer Gewalt

    Misshandlungen an Kindern kommen in allen gesellschaftlichen Schichten vor und sind an keine spezifische Umwelt oder Situation gebunden. Unser oberstes Ziel ist es, das Wohl der uns anvertrauten Kinder und deren psychische und physische Unversehrtheit zu gewährleiten. Die Mitarbeitenden sind dem Schutz und dem Wohlergehen der uns anvertrauten Kindern verpflichtet. Dazu müssen wir die Thematik von Grenzverletzungen in unserer Kita aufgreifen und uns damit auseinandersetzen. Wir müssen wissen wie kritische Situationen zu erkennen und zu entschärfen sind. Wir müssen Verhaltensregeln und verbindliche Grundhaltungen definieren sowie das Vorgehen und die Sanktionen bei Grenzverletzungen klar aufzeigen. Die Grenzen der noch tolerierbaren Nähe dürfen in keiner Weise überschritten werden. Damit dies gelingt und die Kinder aber auch unsere Mitarbeitenden geschützt sind, halten wir uns an den «Verhaltenskodex in Bezug auf sexuelle Gewalt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindertagesstätten».

    Dieser Kodex wird unserem Personal zusammen mit ihrem Arbeitsvertrag vorgelegt. Als weitere Vorsichtsmassnahme, verlangen wir von unserem Personal einen Privat- und Sonderprivatauszug vom Bundesamt für Justiz. Mit ihrer Unterschrift bestätigen die Mitarbeitenden, dass sie den Verhaltenskodex gelesen haben und verpflichten sich, die dargelegten Grundsätze einzuhalten. Sie kennen die Vorgaben zu den Verhaltensregeln in der täglichen Arbeit und wie im Falle eines Verdachts vorzugehen ist. Dazu liegt den Mitarbeitenden der «Interventionsleitfaden bei sexueller Ausbeutung in Kindertagesstätten und Horten» vor.

  • 16 Qualitätssicherung

    Um sich im gesamten frühkindlichen Bereich fachlich weiterzuentwickeln und auf dem neusten Stand zu sein, informieren wir uns anhand von Fachliteratur und lassen die Mitglieder unseres Teams[NG1] , regelmässig (mindestens einmal jährlich) an Schulungen und Weiterbildungen teilnehmen. Einmal jährlich oder bei Bedarf, nehmen wir das Angebot einer Supervision in Anspruch. Diese Vorgehensweisen haben positive Auswirkung auf die Motivation der Mitarbeitenden, die Teamarbeit und auf die Betreuungsqualität unserer Institution.

    Um die Qualität unserer Arbeit zusätzlich zu unterstützen und abzusichern, berücksichtigt unsere Stellenschlüsselberechnung neben der pädagogischen Betreuung der Kinder, die wöchentlichen Sitzungen (Team-, Lehrlings- und Gruppenleitungssitzungen), Weiterbildungen, krankheits-, unfall- und ausbildungsbedingte (Schule/ÜK) Ausfälle des Personals, Mittagstisch- und Hausaufgabenbetreuung sowie weitere kinderfreie Tätigkeiten (Entwicklungsberichte verfassen, Tagesplanung, Vor- und Nachbereitung Elterngespräche, Aufgaben berufsbildungsverantwortlicher Art, etc.).



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